Irreguläre Hornhaut

Informationen zu irregulären Hornhaut

Als irregulären Astigmatismus bezeichnet man eine Hornhautverkrümmung, welche keinem regelmässigen Muster folgt. Meist erwirbt man einen irregulären Astigmatismus in Folge einer Erkrankung, eines Unfalles oder einer Augenoperation. Nicht selten sind auch Narben auf der Hornhaut ein zusätzlicher Aspekt der zur Unregelmässigkeit führt. Diese können zu grossen Einschränkungen im Sehen, bei der täglichen Arbeit und zu einer eingeschränkten Lebensqualität führen.

Ursachen für eine irreguläre Hornhaut:

  • Infektionserkrankungen mit Hornhautvernarbung
  • Verletzungen mit Vernarbung der Hornhaut
  • Extrem trockene Augen mit „Scheuern“ der Augenlider
  • Operative Eingriffe, medizinisch Induziert (z.B. Keratoplastik bei Keratokonus) oder ästhetischer Wunsch (z.B. bei Lasik)
  • Bindehautdegenerationen wie Pterygium

Arten von operativen Eingriffen an der Hornhaut

  • Myopiekorrektur (siehe Lasik)
  • Optische Keratoplastik, zur Visusrehabilitation bei Keratokonus, Dystrophien, Degenerationen und Vernarbungen
  • Tektonische Keratoplastik, bei schweren strukturellen Schäden zur Wiederherstellung der Hornhautintegrität.
  • Therapeutische Transplantation, zur Entfernung von infiziertem Hornhautgewebe

Heutzutage werden operative Eingriffe am Auge zwingend, um die Sehkraft zu retten, oder freiwillig durchgeführt um die Sehschärfe zu korrigieren. Besonders die freiwillige Korrektion der Sehschärfe durch eine Laserbehandlung (z.B. Lasik) hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Keratoplastiken, also Transplantationen von einer Spenderhornhaut, werden schon seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt um das Augenlicht zu retten. Am häufigsten wird diese, meist unproblematische Transplantation, bei Keratokonuspatienten durchgeführt, wenn bei dem Betroffenen der Konus schon so weit vorgeschritten ist, dass mit Keratokonuslinsen keine vernünftige Versorgung mehr getätigt werden kann. Weitere Ursachen für eine solche Operation können Verletzungen oder Infekte sein.

Post - Lasik
Post-Keratoplastik
Kontaktlinsen

Lasik – Korrektur der Sehschärfe

Ein operativer Eingriff an der Hornhaut verläuft weltweit in 95% aller Fälle problemlos. Dennoch bleibt ein Restsatz von 5% aller Eingriffe, die den Patienten vor Schwierigkeiten stellen.

Oft klagen Betroffene über:halo-ck

Halosehen, Nachtblindheit, trockene Augen, Schleiersehen, schlechter Sehschärfe und müssen tagtäglich diesen Symptomen mittels Augentropfen oder anderen Medikamenten, Brille oder Kontaktlinsen entgegenwirken.

Desweiteren kann es nach einer LASIK oder ähnlichem Eingriff zu anderen Spätfolgen kommen:

1) Die Hornhautoberfläche weist plötzlich Irregularritäten auf:

  • Die Sehschärfe fällt ab, Astigmatismus tritt auf
  • Halosehen, Schleiersehen

2) Die Alterssichtigkeit stellt sich ein:

  • Der Griff zur Lesebrille wird notwendig
  • Der Wunsch nach Mehrstärkenlinsen tritt auf

Ein Jeder, der in diesem Falle kein Verlangen hat zum erneuten Brillenträger zu werden, hat nun die Möglichkeit sich Kontaktlinsen anpassen zu lassen. Die Vielfalt an verschiedenen Kontaktlinsen auf dem internationalen Markt ist riesengross, doch die Schwierigkeit ein Produkt zu finden, dass eine operativ behandelte Hornhaut optimal versorgen kann ist allzu greifbar.

Dieses Problem hat sich SwissLens zu Herzen genommen, und mittels einer speziell gestalteten 2 kurvigen Kontaktlinsenrückfläche, die exakt auf die zentral gelaserte Hornhautfläche angepasst wird, ist es nun möglich, mit modernen Kontaktlinsenmaterialien eine gelaserte Hornhaut optimal auszukorrigieren, sodass Sie als Betroffener mittels einer Kontaktlinse, weich “HydroMed” oder formstabil “FlexMed“, wieder einen hohen Seh- und Tragekomfort erwarten können.

Beweggründe für eine Lasik

Die Beweggründe für eine Laserbehandlung sind oft problembehaftete Vorgeschichten beim Tragen von Kontaktlinsen oder einfach der Wunsch befreit von Brille gut sehen zu können. Wird die Aufklärung und Anamnese im Vorfeld einer Laserbehandlung seriös gemacht und auf Risiken hingewiesen, ist die Erfolgschance vielversprechend.

Mögliche Misserfolge der LASIK Operation

Leider gibt es einige misslungene Laser-Operationen, bei welchen aufgrund mangelhafter Aufklärung im Vorfeld oder unerwarteten Nebenwirkungen die Visusleistung durch eine unregelmässige Hornhautoberfläche beeinträchtigt ist. Glücklicherweise ist dieser Prozentsatz, vor allem in Mitteleuropa sehr klein, jedoch ist das für den Betroffenen kein Trost. Oft handelt es sich dabei um sehr komplexe Hornhautkonstellationen. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass die Hornhaut im Bereich der durchgeführten Laserbehandlung stark verdünnt ist.

Mit der Wahl der richtigen Kontaktlinse kann in der Regel die Sehleistung wiederhergestellt oder zumindest stark verbessert werden.

Wann benötige ich Post-Lasik Kontaktlinsen?

LASIK und andere Augenlaser Verfahren gestalten Ihr Auge durch das Entfernen von Gewebe auf der Vorderfläche der Hornhaut neu. Gelegentlich kann dies zu Unregelmäßigkeiten auf der Hornhaut führen, welches zu einer Verschlechterung des Sehens verglichen zu dem Sehen vor der Operation mit Brille oder Kontaktlinse führen kann. Weit öfters kann es aber zu einer natürlichen Myopisierung, d.h. das Auge wird wieder kurzsichtig, kommen, welche eine erneute Korrektur der Kurzsichtigkeit erfolgen lässt.

Diese Myopisierungen und Unregelmäßigkeiten können manchmal mit einem Follow-up-Laser-Verfahren korrigiert werden. Falls aber die Hornhaut zu dünn für eine zweite Operation ist, oder andere Probleme auftreten, sind Kontaktlinsen die beste Lösung um wieder optimal sehen zu können.

Spezielle Kontaktlinsen Designs für Post-Lasik Anpassungen

Bei der Laserbehandlung wird im zentralen Bereich die Hornhaut bei Kurzsichtigkeit irreversibel (unwiderruflich) abgeflacht, um die gewünschte Brechkraft des Auges zu erreichen und Rechtsichtigkeit zu erlangen. Dies führt zu signifikanten Veränderungen der Hornhautvorderfläche, was dazu führt dass eine Kontaktlinsenanpassung auf einem operierten Auge eine größere Herausforderung darstellt, als vergleichsweise auf einer normal geformten Hornhaut. Standard-Kontaktlinsen folgen nicht der neu erzeugten Hornhautform und der Sitz der Kontaktlinse ist nicht optimal. Es kann zu schwankendem und verschwommenem Sehen kommen. In diesen Fällen sind in der Regel spezielle Post-Lasik Designs (HydroMed) bei weichen Kontaktlinsen erforderlich. Dieses neue Design besitzt im Zentrum der Linse eine deutlich flachere Kurve als in der Peripherie (ein so genanntes „Reverse-Geometrie-Design“), entsprechend der Form der neu erzeugten Hornhautvorderfläche.

Spezielle Messinstrumente werden in der Regel (nicht zwingend) empfohlen, um exakte Punkt-zu-Punkt-Messungen der postoperativen Hornhautvorderfläche zu ermitteln um damit die bestmögliche Passform und Korrektion definieren zu können. Diese Messinstrumente, so genannte korneale Topographen, werden in den Kliniken ebenfalls verwendet, um die Hornhaut vor der Operation vermessen zu können.

Presbyopie und Lasik?

Was nun, wenn sich die unumgängliche Alterssichtigkeit (Presbyopie) bemerkbar macht?

Der Wunsch ohne Brille gut zu sehen bleibt meist trotzdem bestehen! Mit zirka 45 Jahren Lebenserfahrung macht sich dann aber doch die Alterssichtigkeit bemerkbar und man kann eine Lesehilfe, sprich Lesebrille, nicht umgehen.

Mehrstärken Kontaktlinsen bieten hierfür die Möglichkeit, weiter ohne Brille lesen und am Computer arbeiten zu können, ohne den Verlust der Fernsicht einbüssen zu müssen.

Allgemeine Komplikationen nach einer Lasik Operation

Erhöhtes Trockenheitsgefühl der Augen.

Herabgesetztes Sehvermögen und Lichthöfe in der Dämmerung oder im Dunkeln.

Unumgänglich macht sich die Alterssichtigkeit ungefähr mit 45 Jahren bemerkbar und muss korrigiert werden. Daher ist im Alter ab Mitte dreissig Jahren eine Laserbehandlung sorgfältig zu überdenken und es wird empfohlen vorab bereits Alternativen in Erfahrung zu bringen.

Post-Keratoplastik Informationen

hamm-manuela-od-4p1638173280-ckNormalerweise wird eine Post-Keratoplastik (PKP) bei Keratokonus-Patienten erst im Endstadium durchgeführt. Aber auch bei einer starken Irregularität durch Verletzungen oder Infekten, bei der die Sehleistung nicht mehr anders korrigiert werden kann, wird die betroffene Hornhaut durch eine neue, transparente Hornhaut ersetzt.

Bei einer solchen Operation ist es sehr schwierig, das Transplantat so auf der ursprünglichen Hornhaut zu fixieren, dass kein Restsehfehler, besonders ein irregulärer Astigmatismus, übrigbleibt. Daher werden normalerweise diese Patienten wieder mit einer Kontaktlinse zur Verbesserung des Sehens ausgestattet.

irreg-neo-ckBei einer irregulären Hornhaut nach Lasik und besonders nach einer Keratoplastik werden formstabile Kontaktlinsen als erste Wahl angepasst. Mit neuen Materialien setzen sich jetzt immer mehr auch massgeschneiderte weiche Kontaktlinsen durch.  Die an die Hornhautform angepassten weichen Kontaktlinsen können die Irregularitäten nachmodellieren und so eine optimale Druckentlastung über die gesamte Fläche gewährleisten. Mit den neuen hochsauerstoffdurchlässigen Materialien gewähren Silikon-Hydrogel Linsen eine optimale Versorgung der Hornhaut, auch mit weichen Kontaktlinsen.

Um Betroffene optimal versorgen zu können, die nach einer Lasik oder nach einer PKP mit Problemen behaftet sind, bieten wir die klassische formstabile Kontaktlinse „FlexMed“ an. Als neue, innovative Möglichkeit haben wir des Weiteren die “HydroMed“entwickelt, eine weiche Kontaktlinse die auf der Rückfläche entweder mit einer 2 – oder 3-kurvigen Geometrie angefertigt werden kann. Diese „HydroMed“ verläuft optimal und Druckfrei an der Hornhautvorderfläche entlang und besticht durch ihren hohen Tragekomfort.
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  • HydroMed S1S: weiche Kontaktlinse zur Post-Lasik Versorgung
  • HydroMed P S1S: weiche Kontaktlinse zur Post-Lasik Versorgung bei Presbyopie (Alterssichtigkeit)
  • HydroMed S2S: weiche Kontaktlinse zur Versorgung von irregulärer Hornhaut und Post-Keratoplasiken
  • HydroMed S2S: weiche Kontaktlinse zur Versorgung von irregulärer Hornhaut und Post-Keratoplasiken bei Presbyopie (Alterssichtigkeit)

Zur Versorgung mit formstabilen gaspermeablen Kontaktlinsen bieten wir folgende Kontaktlinse an:

  • FlexMed: formstabile, gaspermeable Kontaktlinse zur Versorgung nach Lasik oder Keratoplastik
  • FlexMed P: formstabile, gaspermeable Kontaktlinse zur Versorgung nach Lasik oder Keratoplastik bei Presbyopie (Alterssichtigkeit)